Es war 2:47 Uhr nachts.
Ich wachte auf, weil meine Frau Sarah im Badezimmer schluchzte. Nicht weinte. Schluchzte.
Sie lag zusammengekrümmt auf dem Boden, ihr ganzer Körper zitterte. „Ich kann nicht mehr“, flüsterte sie. „So kann ich nicht leben.“
Der Schmerz war wieder da. Dieser vertraute Stich, der wartet, bis du aufstehst – und dann wie ein glühender Draht von der Wirbelsäule bis in die Ferse zieht. Bis du dich krümmst, nur um eine Sekunde Erleichterung zu finden.
Und ich stand einfach da. Nutzlos. Ein Physiotherapeut, der seiner eigenen Frau nicht helfen konnte.
Ich hatte alles versucht: Dehnübungen, Kräftigung, Massage, Kälte, Wärme, TENS-Geräte. Nichts hielt länger als ein paar Stunden.
Und die „Experten“? Der Chiropraktiker renkte sie zweimal pro Woche ein – die Erleichterung hielt genau so lange wie die Heimfahrt. Der Schmerztherapeut setzte Kortisonspritzen, nach denen sie sich wie benebelt fühlte. Der Wirbelsäulenchirurg wollte operieren – mit ungewissem Ausgang.
In dieser Nacht ist in mir etwas zerbrochen. Ich wollte nicht länger zusehen, wie die Frau, die ich liebe, zur Nummer in einer Patientenakte wird.